Projekt „Dorfentwicklung“ in der Samtgemeinde Oderwald

Die Samtgemeinde Oderwald mit ihren sechs Mitgliedsgemeinden zählt zu den 12 neuen Teilnehmern die in das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) des Nds. Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aufgenommen wurde. Neu ist hierbei, dass das Land Niedersachsen in dieser Förderperiode nicht mehr Einzeldörfer, sondern gemeinsame Dorfregionen unterstützt.

Begleitet wird die Samtgemeinde Oderwald bei ihrem Vorhaben vom Planungsbüro Warnecke, Braunschweig, welches den Dorfentwicklungsplan in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, Politik, aber auch insbesondere den Einwohnerinnen und Einwohnern entwickeln wird.

Protokolle Dorfentwicklung Allgemein

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 15.03.2018 wurden entsprechend der anstehenden Themenfelder die fünf unten stehenden Arbeitskreise gegründet.

Straßenraum und Mobilität

Soziales Leben und Daseinsvorsorge

Wirtschaft und Tourismus

Ökologie und Umweltschutz

Baukultur und Siedlungsentwicklung

Sofern Interesse vorliegt, können sich weitere Personen zur Mitarbeit in den einzelnen Arbeitsgruppen über die Samtgemeinde Oderwald (Frau Katrin Scholtysik) anmelden. Innerhalb des folgenden (Planungs-) Jahres sollen die thematischen Arbeitskreise jeweils etwa 3-4 Treffen absolvieren. Die Einladung zu diesen stattfindenden Terminen erfolgt rechtzeitig per Mail oder postalisch über die Samtgemeinde Oderwald.

Eine weitere Arbeitsgruppe bilden die aktiven Landwirte. Die entsprechend zu beteiligenden Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe werden über die Ortsvertrauenslandwirte nachgefragt, angeschrieben und zu einem gesonderten Termin eingeladen. Hier sollen die aus Sicht der Landwirtschaft bestehenden Problembereiche z.B. im innerörtlichen Verkehrsraum oder auch in Bezug auf die Gemarkung (Wirtschaftswege, Oberflächenwasser) zusammengetragen werden.

Im Rahmen der Arbeitskreise werden für die einzelnen Problembereiche oder Handlungsfelder öffentliche Maßnahmen angeregt, die im Dorfentwicklungsplan entsprechend ihrer Handlungsdringlichkeit und hinsichtlich ihrer räumlichen Bedeutung eingeordnet werden müssen.

In der Samtgemeinde Oderwald ist zur Ermittlung des Nutzerverhaltens und in Verbindung mit der damit einhergehenden Frage, wie und mit welchem Verkehrsmittel erreichen Sie das Ziel, ein Fragebogen zur Nutzeranalyse entwickelt worden. Diesen können Sie im Bereich 'Dokumente' herunterladen.

Für die so konzipierten öffentlichen Vorhaben werden im Dorfentwicklungsplan jeweils grobe Kostenschätzungen aufgeführt. Im Rahmen der Dorfentwicklung können Vorhaben z.B. bei Gemeinschaftsanlagen oder im Straßen- und Platzraum gezielt gefördert werden, wobei sich die Förderquote der Kommune nach der sog. Steuereinnahmekraft richtet, die als Mittelwert über die Steuereinnahmen der vergangenen 3 Jahre in jedem Jahr neu ermittelt wird. Für die Gemeinden Flöthe und Cramme beträgt der aktuelle Fördersatz derzeit 53 Prozent, während die Gemeinden Börßum, Dorstadt, Ohrum und Heiningen sowie die Samtgemeinde Oderwald zurzeit sogar mit 63 Prozent unterstützt werden.

Private Maßnahmen können im Rahmen der Dorfentwicklung mit 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst werden und beziehen sich grundsätzlich auf die von außen sichtbaren Bereiche an Gebäuden, die etwa bis 1950 errichtet wurden und dabei zumindest im Kern einen landwirtschaftlichen Bezug gehabt haben müssen.

Private Bauvorhaben bedürfen unabhängig von den Terminen in den Arbeitsgruppen einer Einzelbetrachtung in Abstimmung zwischen Eigentümer, Förderbehörde und Planungsbüro. Gezielte, für den potentiellen Antragsteller kostenfreie Beratungen sollen dafür etwa ab dem Frühjahr 2019 angeboten werden.

Aufgrund der Dynamik des Dorfentwicklungsprogrammes werden sich die Inhalte dieses Bereiches häufiger verändern. Sie sollten regelmäßig vorbeischauen.