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Resolution der Gemeinde Cramme
 

Resolution der Gemeinde Cramme gegen die Gewinnung von unkonventionellem Erdgas „Fracking-Verfahren“

Die Gemeinde Cramme lehnt mit Nachdruck das sogenannte Fracking-Verfahren zur Erdgasgewinnung beziehungsweise –förderung, oder zur Suche nach Erdgasvorkommen ab. Der Rat stellt fest, dass der Einsatz wassergefährdender chemischer Substanzen für die Gewinnung von Erdgas nicht hinnehmbar ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um den Einsatz in, an oder abseits von Wasserschutzgebieten geht. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten bei der Atommülllagerstätte „Asse II“, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet, müssen die zu befürchtenden geologischen und hydrogeologischen Auswirkungen durch das Fracking-Verfahren mit wesentlich schlimmeren Befürchtungen verbunden werden, als in anderen Bereichen.

Der Rat der Gemeinde Cramme fordert daher die Niedersächsische Landesregierung auf,

  • das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) anzuweisen, das bei der Erdgasförderung umstrittene Fracking-Verfahren bis auf weiteres – sowohl in Bezug auf die Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdgaslagerstätten als auch deren Förderungsbewilligung – auszusetzen und entsprechende Anträge im Hinblick auf das öffentliche Interesse abzulehnen,
     
  • sich bei der Bundesregierung sowie im Bundesrat durch eine Bundesratsinitiative für eine Änderung des veralteten Bergrechtes
    dahingehend einzusetzen, dass künftig bei allen bergrechtlichen Verfahren zum Fracking – beginnend bereits vor der Aufsuchungserlaubnis – neben einer Beteiligung aller betroffenen Gemeinden, Wasserbehörden und Wasserversorgungsunternehmen mit diesen auch das Einvernehmen hergestellt werden muss,
     
  • eine umfassende Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, die auch lückenlose Informationen über die verwendeten Stoffe sowie die möglichen Risiken beinhaltet, zu gewährleisteten,

gez.

Petra Johns

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